Wohnen und Verkehr
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Die ehemaligen großen Industrieflächen im Stadtgebiet (u.a. Phoenix Ost und West, Westfalenhütte, LEP VI) wurden als Gestaltungsinstrument unserer Stadt genutzt. Im Wettbewerb mit anderen Kommunen war es ein Alleinstellungsmerkmal diese Flächen einer zukunftsfähigen Nutzung zuführen zu können. Die Reste einer vergangenen industriellen Ära boten großartige Chancen für eine neue Epoche der Stadtentwicklung. Die Chancen wurden genutzt. Phoenix Ost steht für ein Wohnquartier mit hoher Lebens- und Freizeitqualität. Phoenix West ist der Standort für zukunftsträchtige Branchen und die Westfalenhütte verkörpert das Bild der Vielfalt einer Metropole des Mittelstandes.
 
Die 12 Dortmunder Stadtbezirke verkörpern das Leitbild einer vielfältig dezentral organisierten Stadt. Die Stadtbezirke sind Ausdruck dafür, dass sich Dortmund nicht nur durch das Gebiet innerhalb des Wallrings definiert, sondern vor Ort Heimat für die Menschen schafft und attraktive Angebote bietet Mit einer „Stadtbezirksoffensive“ wurden diese verschiedenen „Gesichter“ der Stadt gestärkt.
 
Wohn- und Siedlungskonzepte, die den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts nicht mehr genügten, galt es zukunftsfähig zu machen. Genutzt wurden folgende Möglichkeiten: Sanierung, Rückbau und besonders der Abriss von sozialproblematischen Großsiedlungen. Denkverbote hat es nicht gegeben Insbesondere die großen Wohnungsbaugesellschaften wurden aktiv gestaltend eingebunden. Als Nebeneffekt hat sich die soziale Situation in der Umgebung von sozialen Wohnungsbauten entspannt.
Leitmotiv unseres Handelns war die Prämisse, die Stadt von außen nach innen umzubauen.
 
Der Handel in der Innenstadt wurde durch ermäßigte bzw. abgeschaffte Parkgebühren gestärkt. So ist es gelungen neue Käuferschichten zum Wohle des Handels in unserer Stadt zu gewinnen.
Gleichzeitig haben wir dafür gesorgt, dass neue Einzelhandelsflächen in der Innenstadt nur behutsam ausgewiesen wurden. Gewachsene und bestehende Strukturen wurden so gestützt. Neue Angebote konnten mit traditionellen Strukturen zusammenwachsen
Die wirtschaftliche Bedeutung des Dortmunder Hafens wurde zeitgemäß weiterentwickelt. Der Dortmunder Hafen als letztes Industriegebiet der Stadt war und ist wichtig für eine prosperierende Stadt! Die Infrastruktur der Zufahrtswege wurde bedarfsgerecht entwickelt und an das Wachstum angepasst.
Durch die Realisierung der „Marina Dortmund“ ist der Hafen nunmehr auch attraktiv für Bootsfahrer und erfreut sich starken Zuspruchs. Er ist zu einer stark nachgefragten Freizeitzone geworden und ist angesagter Standort im Dortmunder Nachtleben.
 
Dortmund hat endlich einen leistungsfähigen und funktionalen Bahnhof, der der Bedeutung von Dortmund als einer der wichtigsten Kontenpunkte des nationalen Bahnnetzes gerecht wird. Es ist kein Einheitstempel über den Gleisen geworden, sondern ein heller, funktionaler und freundlicher Bau, der einer Metropole würdig ist.
 
Der Dortmunder Flughafen wurde als Infrastruktureinrichtung weiterentwickelt. Das Serviceangebot im Terminalbereich konnte ausgebaut werden. In einem wirtschaftlich vernünftigen und tragfähigem Interessenausgleich ist es gelungen, den Belangen der Anwohner und den wirtschaftlichen Interessen des Flughafens gerecht zu werden. Die Erkenntnis, dass ein unbegrenzter Ausbau des Flughafens aufgrund seiner Lage nicht möglich ist, ist zum allgemeinen Konsens in unserer Stadt geworden.
 
Der B 1 Tunnel wurde realisiert und aus der B 1 ist auf Dortmunder Stadtgebiet die ampelfreie A 40 geworden. Durch die neue Kreuzungsfreiheit konnte der Verkehr wesentlich beschleunigt und die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner in der Gartenstadt signifikant gesteigert werden.
 
Dortmund ist zur Stadt der Kreisverkehre geworden. Wo sinnvoll und möglich, wurden Kreuzungsprojekte in Kreisverkehren realisiert und durch ein Verkehrsbeschleunigungsprogramm konnten viele ehemalige Ampelkreuzungen durch Fußgänger- und fahrradfreundliche Kreisverkehre ersetzt werden.
 
Ein facettenreiches Angebot an Wohnflächen für alle Bedarfe wurde geschaffen. Hierzu gehörten Grundstücke für Häuser und Wohnungen, genauso wie gezielte Angebote für spezifische Bevölkerungsgruppen wie Haushalte von Alleinstehenden oder Senioren. Hierdurch konnten Einwohner unserer Stadt erhalten und gleichzeitig neue Menschen für unsere Stadt begeistert werden. Die Eigentumsquote wurde auf Landesniveau gehoben. Gemeinsames Wohnen der Generationen ist an vielen Orten im Stadtbild zur Realität geworden.
 
Die Bevölkerung Dortmund wird erfreulicherweise älter. Die Stadt Dortmund hat auf diese Entwicklung reagiert und verschiedenste Wohnkonzepte für ältere Menschen in ausreichender Zahl geschaffen. Alle Fragen dieser Art wurden ab 2009 in dem Handlungskonzept „Seniorengerechte Stadt Dortmund“ erarbeitet.
 
Rolle und Bedeutung Dortmunds als Oberzentrum wurde als Wettbewerbsfaktor im Kampf um Einwohner zwischen den Kommunen aktiv eingesetzt und genutzt. Dortmund ist es gelungen, attraktive Wohnstandorte mit den Vorteilen großstädtischer Infrastruktur zu verknüpfen und so neue Einwohner für Dortmund aus dem unmittelbaren Dortmunder Umland (Speckgürtel) und darüber hinaus zu generieren.
 
Der Stadtbezirk Innenstadt-Nord und andere prekäre Sozialräume Dortmunds wurden im besonderen Maße in den Fokus politischen Handelns gerückt, um den Gefahren drohender Gettoisierung entgegen wirken zu können. Handlungsansätze waren die Einrichtung von Quartiersmanagements nach Vorbild des Quartiersmanagement Brückstraße, sowie Maßnahmen auf dem Gebiet der Integration.




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