Familie, Jugend und Bildung
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Erziehung und Bildung werden im Dortmund des Jahres 2020 ganzheitlich betrachtet. Häufig gehen beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nach. Die Betreuungsangebote für unter 3-jährige stehen daher für 50 % der Kinder zur Verfügung. Durch eine kommunale Kampagne wurde die Erziehungsleistung junger Mütter, die ihren Beruf zugunsten der Erziehung ihrer Kinder zeitweise aufgeben, in besonderem Maße unterstützt und gewürdigt.
 
Diese und andere Maßnahmen haben Dortmund den Titel „Familienfreundliche Stadt“ eingebracht und zu massivem Zuzug junger Familien geführt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Betreuung von Kindern, gut ausgestattete Schulen, ein umfassendes Freizeitangebot für junge Familien sind Ausdruck einer politischen Priorität, die durch die CDU Dortmund vorangetrieben wurde.
Ausdruck dieses neuen Selbstverständnisses ist die „Familienkarte“, mit der neu hinzugezogene Familien einmalig kostenlos städtische Einrichtungen nutzen können.
 
Kindergärten haben sich zu „Familienzentren“ weiterentwickelt und bieten Familien umfassende Beratung zu familienpolitischen Leistungen aus einer Hand.
Der Komplexität von Erziehung wurde durch bestens ausgebildete Betreuungskräfte Rechnung getragen. Mittlerweile wirken in jedem Kindergarten gut qualifizierte Kräfte in Zusammenarbeit mit ausgebildeten Erzieherinnen, deren wichtige Tätigkeit ausreichend gewürdigt wird.
Flexible Betreuungszeiten von 7.00-19.00 Uhr ermöglichen Eltern die individuelle Inanspruchnahme von Betreuungszeiten.
 
Ein umfassendes System der Sprachförderung wurde in Dortmund durchgesetzt. Verbindliche Sprachtests der Grundschulen schon im 4. Lebensjahr sorgen dafür, dass bei Defiziten eine frühzeitige Förderung einsetzt und zur Einschulung Sprachdefizite ausgeräumt sind.
 
Die Aufhebung der Schulbezirksgrenzen hat zu einem Leistungsfördernden Wettbewerb der Grundschulen geführt. Die Massenflucht zu entfernten Schulen ist ausgeblieben. Vielmehr haben sich Grundschulen mit individuellen Schwerpunktsetzungen herausgebildet. Durch den Rückgang der absoluten Schülerzahlen wurden Schulen geschlossen, ein bedarfsgerechtes Budget sorgte jedoch für eine nachhaltige Steigerung der Qualität der Bildungseinrichtungen.
 
In den Grundschulen ist Ganztagsbetreuung mittlerweile obligatorisch. Hausaufgabenbetreuung in den Nachmittagsstunden und vermehrte sportliche Aktivitäten der Schüler sind Standard. Diese gründen auf Kooperationen von Schulen und Vereinen, die attraktive Angebote offerieren. Positiver Nebeneffekt ist die steigende Mitgliederzahl in Sportvereinen. Dortmund hat sich den Titel „Sportstadt“ wieder verdient!
 
Gesundheit und gesunde Ernährung sind in Dortmund von großer Bedeutung. In kommunaler Trägerschaft wurde das Projekt „Jedem Kind eine warme Mahlzeit“ weitergeführt und ausgebaut. In den Ganztagsgrundschulen bekommen alle Kinder ein Mittagessen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien erhalten finanzielle Unterstützung.
 
Die weiterführenden Schulen in Dortmund haben sich fortentwickelt.
Hauptschulen haben in Dortmund kein negatives Stigma mehr, sie bereiten Schüler gezielt auf die Aufnahme einer Ausbildung vor, gerade auch im praktischen Bereich. Alle Hauptschulabgänger können hinreichend schreiben, lesen und rechnen.
Ein nach 2009 geschlossener Ausbildungspakt zwischen der Dortmunder Wirtschaft und den weiterführenden Schulen führte zu einer engeren Verzahnung von Schulen und Wirtschaft.
Unternehmensvertreter können so rechtzeitig Ansprüche an spätere Bewerber formulieren und die Schulen können die Schüler gezielt auf das spätere Berufsleben vorbereiten.
 
Im Zuge des demographischen Wandels bleiben die Menschen immer länger geistig und körperlich fit, wissen aber oft nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben nicht, wie sie ihr Wissen und Können in die Gesellschaft einbringen sollen. Als Antwort auf diese Entwicklung konnte mit städtischer Unterstützung ein Patenschaftsmodell initiiert werden. Dort übernehmen ältere Menschen Patenschaften für Schüler, treffen sich nachmittags mit ihnen, helfen bei der Berufsplanung, erläutern, wie man Bewerbungen schreibt bei einem Vorstellungsgespräch auftritt. Sie stellen Berufsfelder vor und vermitteln so jungen Menschen Orientierung.
Ferner schafft das Patenschaftsmodell Verständigung zwischen Jung und Alt und führt zu einer gegenseitigen Wertschätzung der Generationen. Junge Menschen können von der Erfahrung der Alten profitieren und das bedeutende Können und Erfahrungswissen der älteren Generation geht nicht verloren.
 
Ein Fonds „Dortmund - Partner der Welt“ initiiert ein Schüleraustauschprogramm mit den Dortmunder Partnerstädten. So können junge Dortmunder Menschen während ihrer Schulzeit andere Länder und Kulturen kennen lernen und junge Menschen aus anderen Ländern erleben uns und unseren Kulturkreis. Getragen wird der Fonds durch Beiträge von Bürgern, Wirtschaft und Politik.
 
Kaum ein Schüler verlässt mehr die Schule ohne Abschluss. Der Anteil der Abiturienten liegt bei 50 %. Bildung ist in einer Wissensgesellschaft sozialer Faktor wesentlicher Standortvorteil.
Gymnasien haben sich stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentriert und diese ausgebaut. Das Zentralabitur schafft eine Vergleichbarkeit der Leistungen. Es sind Gymnasien mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, mit zweisprachigem Abitur und Sportgymnasien entstanden. Dortmund wappnet sich so für die Herausforderungen einer globalen und leistungsorientierten Gesellschaftsordnung und ermöglicht jedem Schüler eine Entwicklung gemäß seinen persönlichen Fähigkeiten.
 
Die Dortmunder Hochschulen sind Motor für Arbeit, soziale Sicherung, Zukunft unserer Stadt. Die Umbenennung der Universität in Technische Universität (TU) sorgte für eine deutliche Profilschärfung und war ein Signal des Aufbruchs. Mittlerweile gehört die TU zum Kreis der Eliteuniversitäten unseres Landes und versteht sich als internationales Haus. Stiftungslehrstühle sind entstanden. Das Technologiezentrum konnte in der Folge von einer noch besseren Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Praxis profitieren. Neue Unternehmen, durch Ausgründungen von Studenten der Universitätslandschaft entstanden und etablierte Unternehmen haben diese Entwicklung als Chance begriffen und unterstützen Lehrstühle und Forschungsprojekte mit Drittmitteln. 
Dem Universitätsstandort Dortmund ist es gelungen, durch gezielte Ansprache im Ausland begabte junge Menschen für ein Studium und eine berufliche Karriere in der Region zu gewinnen. In einem Programm für Ingenieurstipendien öffnete sich die Dortmunder Hochschullandschaft für Osteuropa. Als Nebeneffekt konnten geschichtsbedingte Ressentiments abgebaut werden.
Im Ergebnis wurde der Anteil an Akademikern in Dortmund von heute 16% auf ein Niveau von München und Stuttgart1 im Jahre 2020 gesteigert.
Zu einem weiteren Markenzeichen der Dortmunder Bildungslandschaft ist ein attraktives Bildungsprogramm für Senioren geworden, die sich nach ihrem Berufsleben z.B. durch ein Studium neue Horizonte erarbeiten wollen. Auch dies ein Beispiel für das funktionierende Miteinander der Generationen in unserer Stadt.


1 Beide Städte liegen 2006 laut Bertelsmann-Stiftung bei ca. 20 % Akademiker-Anteil




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