Wirtschaft und Finanzen
Drucken
NRW ist auch 2020 nach wie vor ein Top-Wirtschaftsstandort in Deutschland. Dortmund ist ein wichtiger Teil davon und findet sich im oberen Drittel deutscher Städterankings. Einem Tausendfüßler gleich versammeln sich in Dortmund führende Unternehmen der Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbranche. Biomedizin, Mikrosystemtechnik und die Gesundheitswirtschaft sind blühende Wirtschaftszweige. Industrielle Tätigkeiten genießen unverändert große Wertschätzung. Sie geben auch weniger qualifizierten Bürger/innen die Möglichkeit, zur Teilhabe und Entfaltung ihrer Arbeitskraft.
 
Leitbild ist das Bild Dortmunds als der Stadt des Mittelstands in NRW. Eine wirtschaftsfreundliche Grundstücks-, Steuer- und Gebührenpolitik und die pünktliche Zahlungen von Rechnungen durch die Stadt an ihre Auftragnehmer haben geholfen, dieses Ziel zu erreichen. Unternehmer werden in der Stadt als Partner und Motor angesehen, den es zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger/innen zu fördern und zu unterstützen gilt.
Städtische Regelwerke wurden einem „Bürokratie-TÜV“ unterzogen. Viele Vorschriften konnten abgeschafft oder vereinfacht werden. Leistungsangebote der Stadt können vielfach auf elektronischem Wege in Anspruch genommen werden.
 
Die Arbeitslosenquote konnte auf den Bundesdurchschnitt zurückgeführt werden. Alle jüngeren Menschen, die ausbildungswillig und -fähig sind, erhalten Ausbildungsplätze. Hierfür sorgt eine gute Schulausbildung, gerade auch für Kinder mit Migrationshintergrund, die die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schritt ins Arbeitsleben schafft.
Ältere Arbeitnehmer werden nicht mehr von Beschäftigung ausgegrenzt, sondern ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung werden als wertvoll erkannt, so dass die Beschäftigungsquote gesteigert werden konnte.
 
Voraussetzung für Wachstum ist ein quantitativ ausreichendes und qualitativ leistungsfähiges Arbeitskräftepotential. Dafür wurden im letzten Jahrzehnt die Grundlagen in Schulen, Technischer Universität, Fachhochschule und weiteren Bildungseinrichtungen gelegt.
Dortmunder Schulpolitik ist seit Jahren nicht mehr in Richtung auf sozialistische Gleichmacherei und Leistungsmittelmaß orientiert, sondern konsequent leistungs- und förderungsorientiert. Die Entwicklung eines jeden Einzelnen wird gefördert und ist Ausdruck der Garantie auf Bildung.
 
Eine solide Finanzpolitik ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Gestaltung der zukünftigen Herausforderungen.
Die frühere desolate Lage des Dortmunder Haushalts wurde beseitigt. Die städtischen Finanzen sind gesundet; das strukturelle Defizit verschwunden. Eckfeiler der Sanierung waren ein stringentes Ausgabenmanagement, Schuldenabbau, ein spürbarer Rückgang von Beziehern öffentlicher Transferleistungen und die konsequente Rückführung des Konzerns Stadt Dortmund auf seine Kernkompetenzen. Eine tragfähige Gemeindefinanzreform, die erste seit der Großen Koalition der Sechziger Jahre, half die Einnahmeseite des Haushaltes nachhaltig zu stabilisieren.
 
Unternehmen der öffentlichen Hand stellten sich dem Wettbewerb, in dem der Staat die Rolle des fairen Schiedsrichters übernahm. Leitmotiv des Handelns waren stets sachliche Entscheidungen am Einzelfall unter der Berücksichtigung der Frage, inwieweit Unternehmungen unmittelbar dem öffentlichen Interesse dienen. Die in der Vergangenheit geführten ideologischen Debatten wurden durch zielgerichtete ersetzt.
Die Städtischen Kliniken konnten durch privates Kapital und Management Know-How gesunden; die eklatanten Infrastrukturdefizite wurden abgebaut. 
 
In der Stadtverwaltung herrscht das Gebot der Transparenz in Bezug auf finanzielle, personelle und sonstige Maßnahmen. Der Filz der Vergangenheit ist endlich Leistungsdenken und Qualität gewichen.
 
Die neuen finanziellen Spielräume wurden für einen Infrastrukturpakt genutzt. Schulen, Sporthallen und- anlagen, Kinderspielplätze, Kindergärten und Kindertagesstätten sind in ausreichender Zahl und in einem ansprechenden Zustand vorhanden. Die Grünanlagen sind gepflegt und wurden ausgebaut, Straßen sind repariert und die Schlaglöcher verschwunden. Um die Dezentralität und Kompetenz der Stadt vor Ort zu stärken, wurden die finanziellen Zuweisungen für die Bezirksvertretungen verdoppelt.
Die Stadtverwaltung gestaltet ihren Büroflächenbedarf wirtschaftlich, anstatt wie in der Vergangenheit ständig neue Büroflächen anzumieten.
Schmierereien an öffentlichen und privaten Gebäuden sind bürgerschaftlich geächtet und verschandeln nicht länger das Stadtbild.
 
Im Dortmund des Jahres 2020 ist es gelungen den Strukturwandel zu bewältigen; nicht zuletzt den Strukturwandel in den Köpfen der Menschen. Optimismus, Tatkraft und Lebensfreude haben Verdrießlichkeit, Jammern und Schuldzuweisungen der Vergangenheit abgelöst.




0.44 sec. | 1118 Views